Carbonia und Umgebung

Carbonia

Die Stadt Carbonia, Geburtsstadt meiner Frau Lisa und meine zweite Heimat, wurde 1938 vom italienischen König gegründet und 1939 von Mussolini eingeweiht. Innerhalb kurzer Zeit lebten hier 30 000 Menschen und in der Blütezeit um 1950 zählte man 60 000 Einwohner. 18 000 Arbeiter waren in den Kohleminen beschäftigt aber nach nur 30 Jahren war die Kohle alle und 1971 schloss dann auch die letzte Mine. Um die Menschen hier zu halten wurde in Portovesme ein riesiger Industriekomplex errichtet der Aluminium herstellte und verarbeitete. Heute steht auch dieser vor dem Aus und hinterlässt viel Leid bei Mensch, Tiere und Umwelt. Die heutige modernisierte Stadt zählt noch 29 000 Einwohner die hauptsächlich im Dienstleistungssektor arbeiten. Sehenswert sind hier die Nuraghe und die Ausgrabungen am und auf dem Monte Sirai, die Kohleminen mit Museum und der Möglichkeit in den Schacht einzufahren und die schlichte faschistische Architektur. Carbonia leitet sich vom italienischen Wort carbone(Kohle) ab.

"Twin Tower"
Carbonia vom M. Leone
Kirche und Rathaus
Nuraghe Sirai

Nuraghe Sirai

Seit 10 Jahren verfolge ich nun die Ausgrabungen an der Nuraghe Sirai vom Fenster meiner Schwiegermutter und seit letztem Jahr gibt es beachtliche Fortschritte. Nun wird auch mit einem Kran nachgeholfen. Diese Nuraghe wurde vor ca. 3500 Jahren erbaut und ist Z.z. noch nicht für das Publikum zugängig.

Monte Sirai

Der 191m hohe Tafelberg mit den antiken Siedlungen liegt gut sichtbar gegenüber von Carbonia. Hier oben siedelten nacheinander Nuragher, Phönizier, Punier, Karthager und Römer. Die seit 1963 laufenden Ausgrabungen brachten einen Tophet, eine Akropolis und eine Nekropole zu Tage. Dies alles kann auf dem Berg besichtigt werden und bei schönem Wetter lädt eine Bar zum Verweilen mit Fernblick ein. Hier befindet sich auch ein Futterplatz für ausgesetzte Tiere.

Die Ausgrabungen
Tafelberg Monte Sirai
Futterstation

Monte Leone 250m

Wer Carbonia und Umgebung von oben sehen möchte sollte den Monte Leone besteigen. Im Frühjahr könnt Ihr seltene Orchideen und andere Pflanzen entdecken. Es ist ein kurzer steiler Aufstieg aber nach 30 Minuten hat man es geschafft und wird mit einem tollen Ausblick belohnt. Wer einen halben Tag Zeit hat kann bis Sirri weiterwandern und viele tolle Ausblicke genießen.

Milly sitzt gerne hier
Monte Leone
Orchidee