Portoscuso, Portovesme und Cortoghiana

Portoscuso

Diese fast 6000 Einwohner zählende Gemeinde ist bekannt durch den Thunfischfang der hier durch den Bau von Fangstationen im 16.Jahrhundert begann. Die spanische Regierung genehmigte den Bau und im 17.Jahrhundert leiteten die Franzosen diese Anlagen und nutzten sie auch zum Korallenfang. Der markante Küstenwachturm wurde im 16.Jh. erbaut. und war damals Teil einer Festungsanlage. Die alte Kirche Santa Maria d’Itria wurde 1665 vom Betreiber der Thunfischanlage erbaut.

Santa Maria D'Itria
Portoscuso
Stadtstrand Portopaglietto
Torre Spagnola
Hafen
Tonnara

Feste

Zu Ostern feiert man das sa pasca manna. 51 Tage nach Ostern feiert man mit einer Meeresprozession das Fest Santa Maria d’Itria, der Schutzpatronin der Thunfischfänger. Am 13. Juni gibt es dann die sagra del tonno wo frischer Thunfisch, Brot und Wein angeboten wird. Zu ferragosto, am 14. August, werden dann frisch gegrillte Fische zubereitet. Und im Winter wird Karneval gefeiert und feines Gebäck in Öl frittiert.

Umgebung

Mineralvorkommen mit den Bergwerken, einige Nuraghen und viele Weinberge prägen das Umfeld von Portoscuso. Ganz in der Nähe befinden sich auch die Strände von Porto Paglia an der alten Tonnara.

 

Kohlemine
Nuraghe di Seruci
Nuraghe Ghilotta
Tonnara
Porto Paglia
Tonnara

Portovesme

Diese Industrieanlage wurde in den 70ziger Jahren erbaut um einen Ausgleich für die Schließung vieler Minen in der Umgebung zu erreichen. Wie sich heute zeigt war das zu kurzsichtig gedacht und bringt nun wieder viel Leid über die Einwohner der Umgebung. Die Aluminiumproduktion wurde beendet und viele tausend Arbeiter verlieren ihr Einkommen und müssen abwandern. Ich glaube nicht das diese Anlage wieder in Betrieb gesetzt wird aber wahrscheinlich wird sie auch nicht demontiert. Beide Varianten sind viel zu kostspielig in Zeiten knapper Kassen. So wird uns und unseren Kindern der Anblick von Schornsteinen in Gemeinschaft mit Windrädern und Fotovoltaikanlagen noch Jahrzehnte erhalten bleiben.

Windräder
Aluminiumwerk
alter Wacholder

Cortoghiana

Wie Carbonia, in der Zeit des Faschismus erbaut und von dessen Architektur bestimmt, sollte den Arbeitern der umliegenden Minen ein Zuhause bieten. Die Arbeiter von Cortoghiana und Carbonia sowie dessen Familien sind oft vom Italienischen Festland nach Sardinien umgesiedelt um der Wirtschaftskrise zu entgehen. Heute wirkt die Stadt leider wie ausgestorben und die Minen sind fast geschlossen.

Kirche
Cortoghiana
faschistische Architektur